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Zwischen Beben und Barrikaden
Weltnachrichten: Rock Edition

Zwischen Beben und Barrikaden

3:14
3. Januar 2026
Zwischen Beben und Barrikaden
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Liedtext & Quellen

Zwischen Beben und Barrikaden

Strophe 1

Im Süden zünden Schatten alte Sicherungen an, Trainingsfeld und Lager, Rauch über der Grenze. Über Beirut schneiden Düsen die Stille in Kanten, trotz einer Waffenruhe, die längst Risse bekam. Die UN zählt die Namen, die Straße zählt die Schritte, und eine Miliz legt ihre Gewehre nicht nieder.

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Refrain

Es bebt die Welt, die Lunte brennt, wir taumeln zwischen Sturm und Schweigen. Doch unter Trümmern glimmt ein Band, das uns durch diese Nächte treibt. Kein leichter Weg, kein sanfter Wind, wir schreien bis der Morgen singt.


Strophe 2

Der Süden Mexikos schwankt, der Boden wird See, nahe San Marcos reißt die Erde ihre Zähne ins Licht. In der Hauptstadt fällt ein Mann auf der Flucht vor der Angst, in Acapulco flackert Strom, Gas pfeift aus den Adern. Die Präsidentin stoppt die Worte, die Sirene spricht, und doch: das Schlimmste bleibt aus, ein knapper, rauer Sieg.

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Strophe 3

In Berlin knallt die Bilanz in den Himmel der Nacht, Ermittlungen wegen Pulver und Fäusten im Blau. Festnahmen, Blaulicht, verletzte in Uniform, Pyro als Pfeil auf die, die löschen und retten. Die Feuerwehr hetzt, etwas ruhiger als einst, doch Autos brennen, und viele Hände packen an.

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Strophe 4

In Dresden heben Vermummte ein Sofa in Flammen, Mülltonnen werden zu Mauern, die Funken sind laut. Eine Bahn trifft der Stein, der Lack wird zu Schrift, ein Wagen verbeult, eine Fassade beschmiert. Polizei und Feuerwehr im Takt der Sirenen, die Nacht: ein langer Korridor aus Brandgeruch.

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Strophe 5

Zum Jahresbeginn legt Bulgarien die alte Haut ab, der Euro zieht ein, die Heimatwährung verneigt sich. Die Währungshüter sprechen von Familie und Zeichen, gemeinsamer Takt statt einsamer Schritt. Kurz noch zwei Zungen im Portemonnaie, dann gilt ein Klang – und nur noch wenige bleiben draußen.

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Strophe 6

Neue Regeln drehen still am Rad des Alltags: Der Mindestlohn wächst, das kleine Geld atmet, das Ticket fürs Land wird schwerer im Portemonnaie. Die Pauschale zieht gerade Linien durch Wege, die Gasumlage fällt, die Gastronomie atmet leichter. Mehr fürs Kind, und wer weiterarbeitet, darf mehr behalten.

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Refrain (Finale)

Es bebt die Welt, die Lunte brennt, wir taumeln zwischen Sturm und Schweigen. Doch unter Trümmern glimmt ein Band, das uns durch diese Nächte treibt. Kein leichter Weg, kein sanfter Wind— und dann, im letzten Schlag der Stadt, reißt eine neue Strophe auf. Wir halten stand. Wir halten stand.

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