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Akten, Abschiede und Asphalt
Weltnachrichten: Rock Edition

Akten, Abschiede und Asphalt

6:24
4. Februar 2026
Akten, Abschiede und Asphalt
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Liedtext & Quellen

Akten, Abschiede und Asphalt

Verse: Wenn Archive beben

Wenn Archive beben Berge von Akten, Fluten aus Bildern und Bändern, ein Fall, der sticht wie Salz in offenen Händen. Namen flackern über die Wände: Trump, Musk, Gates und Clinton, Andrew im Scheinwerferlicht, Mette-Marit im Schatten. Erste Wellen schlagen: Mandelson geht, eine Stiftung verstummt, die Clintons sagen zu, vor dem Kongress zu sprechen. Doch selbst die lautesten Listen sind kein Urteil, nur ein Dröhnen, das nach Wahrheit verlangt.

Sources:


Refrain

Es tobt die Zeit, doch wir bleiben wach, wenn Archive donnern und die Stadt still steht in der Nacht. Aus Staub und Lärm, aus Zweifel und Spur, schlagen wir Takte für Wahrheit und für Kur.


Verse: Ein Leitstern erlischt

Sie ging durch Türen, die für viele verschlossen waren, erste Ministerin für Frauen, ein Herz gegen Schweigen und Scham. Sie holte Licht in die Aids-Nacht, stritt für ein offenes Land, führte das Haus der Demokratie mit fester, warmer Hand. Nun ordnet ein Präsident den stillen Abschied an, ein Kanzler nennt sie groß, wir nennen sie Verbündete. Glocken schwingen tief, doch ihr Takt bleibt in uns: Gleichheit ist kein Lied, das leise endet.

Sources:


Refrain

Es tobt die Zeit, doch wir bleiben wach, wenn Archive donnern und die Stadt still steht in der Nacht. Aus Staub und Lärm, aus Zweifel und Spur, schlagen wir Takte für Wahrheit und für Kur.


Verse: Statistik wie ein Sturm

Die amtlichen Zeilen klingen rau wie kalter Beton: Mehr Menschen rutschen an den Rand, mehr Leben auf Kante. Die Schwelle zum Weniger schneidet in Alleinsein, trifft Alleinerziehende, trifft die, die Arbeit verloren. Ein wachsender Teil des Landes steht im grauen Wind aus hohen Preisen, dünnen Löhnen, engen Küchen. Wir zählen keine Zahlen – wir zählen Gesichter und fragen: Wer fängt uns auf, wenn der Monat zu früh endet?

Sources:


Refrain

Es tobt die Zeit, doch wir bleiben wach, wenn Archive donnern und die Stadt still steht in der Nacht. Aus Staub und Lärm, aus Zweifel und Spur, schlagen wir Takte für Wahrheit und für Kur.


Verse: Prozess im Osten

In Dresden summt der Saal wie ein Trafo im Winter, eine Truppe im Dock, die den Staat zerreißen wollte. Anklage spricht von Terror, von Hochverrat im Entwurf, von Übungen im Schlamm, von Blutphantasien und Säuberung. Einige banden ihre Farben an die AfD, ein Heer von Roben teilt den Raum, die Zeit dehnt sich. Hier zählt jedes Wort, hier zählt jedes Nein, denn die Zukunft will keinen Stahlhelm tragen.

Sources:


Refrain

Es tobt die Zeit, doch wir bleiben wach, wenn Archive donnern und die Stadt still steht in der Nacht. Aus Staub und Lärm, aus Zweifel und Spur, schlagen wir Takte für Wahrheit und für Kur.


Verse: Eis über der Arktis

Ein Präsident droht mit Zöllen, dann zieht er die Kralle zurück, nach Worten mit dem Mann an der Spitze des Bündnisses. Grönland flackert wie ein Polarlicht im Deal-Gespräch, die EU lädt zum Gipfel, das Echo bleibt im Raum. Gegenzölle standen bereit, der Atem war angehalten, nun gibt es nur einen Rahmen, ein frostiges Vielleicht. Die See bleibt rau, die Route ungeklärt – doch die Brücken stehen noch, knarrend, aber da.

Sources:


Refrain

Es tobt die Zeit, doch wir bleiben wach, wenn Archive donnern und die Stadt still steht in der Nacht. Aus Staub und Lärm, aus Zweifel und Spur, schlagen wir Takte für Wahrheit und für Kur.


Verse: Stillstand auf Schienen aus Gummi

Ein Tag lang schweigen Busse, Bahnen schlummern in Depots, fast jede Stadt hält den Atem an, nur wenige rollen weiter. Pendler, Schüler, Pfleger im Regenschauer der Geduld, die Schicht ist zu lang, die Nachtzulage zu kurz. Die erste Runde zerbrach, noch ohne Vertrag, doch die Trillerpfeifen sind mehr als bloßer Lärm. Es ist ein Ruf nach Würde im Takt der Sirenen, ein Puls, der sagt: Arbeit braucht Luft zum Leben.

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Finaler Refrain

Es tobt die Zeit, doch wir bleiben wach, wenn Archive donnern und die Stadt still steht in der Nacht. Aus Staub und Lärm, aus Zweifel und Spur, schlagen wir Takte – und öffnen die Tür. Denn wenn die Akten sprechen, die Glocken uns führen, die Armut pocht, die Richter schwören, die Zölle frieren, und die Depots beben – dann sind wir die Gitarren, die letzte Silbe, bevor die Lichter wieder fahren.

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