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Grenzlinien & Sternenfeuer
Weltnachrichten: Rock Edition

Grenzlinien & Sternenfeuer

6:07
28. Februar 2026
Grenzlinien & Sternenfeuer
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Liedtext & Quellen

Grenzlinien & Sternenfeuer

Strophe 1

Über Kabul heult Metall, der Himmel spuckt Alarm, Pakistan nennt es offener Krieg, die Stadt hält still den Arm. Kandahar, Paktia, Sirenen an der Durand-Narb’, auf Grenzposten folgen Feuerzüge, die Nacht wird hart und scharf. Vorwürfe wehen über Pässe: TTP im fremden Haus, beide Seiten zählen Wunden, altes Grollen bricht erneut heraus.

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Refrain 1

Wir leben auf Kante, Drähte singen im Wind, keine Zahlen auf den Lippen, nur das Donnern, das beginnt. Zwischen Akten und Asche, zwischen Neon und Nebelmeer, halten wir die Linie, bis das Morgen uns gehört.


Strophe 2

In Köln kippt ein Stempel, doch nur ein kleines Stück, kein „gesichert“ prangt auf Akten, höchstens Schatten, Stück für Stück. Verdachtsfall bleibt die Lampe, die Beobachtung bleibt an, Richter sagen: harte Töne, doch kein ganzes finstres Pan. Ein Minister nennt’s ein Schnellfeuer, politisch, viel zu kühn, das Hauptverfahren zieht die Kreise, niemand kann entfliehn.

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Refrain 2

Wir leben auf Kante, Drähte singen im Wind, keine Zahlen auf den Lippen, nur das Donnern, das beginnt. Zwischen Akten und Asche, zwischen Neon und Nebelmeer, halten wir die Linie, bis das Morgen uns gehört.


Strophe 3

Genf schmeckt nach Tabak und Zinn, Verhandler zählen Mut, ein Bote aus Oman sagt: weiter, da liegt noch Glut. Wien ruft nach Technikfragen, ein Ultimatum tickt, Uran und roter Staub, der Kompass ist verrückt. Und über Basen knurren Triebwerke im Chor, größer als seit jenem Irak-Trommelfeuer zuvor.

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Refrain 3

Wir leben auf Kante, Drähte singen im Wind, keine Zahlen auf den Lippen, nur das Donnern, das beginnt. Zwischen Akten und Asche, zwischen Neon und Nebelmeer, halten wir die Linie, bis das Morgen uns gehört.


Strophe 4

Chappaqua: Türen dicht, der Flur atmet schwer, sie sprach am Vortag, er heute: „Nichts gesehen, nichts mehr.“ Er nennt’s nur kurze Nähe, längst vor dunkler Zeit, stundenlang der Fragenregen, keiner geht beiseit’. Und aus den Reihen tönt die Forderung nach mehr, auch ein anderer soll erzählen, was noch ungesagt bisher.

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Refrain 4

Wir leben auf Kante, Drähte singen im Wind, keine Zahlen auf den Lippen, nur das Donnern, das beginnt. Zwischen Akten und Asche, zwischen Neon und Nebelmeer, halten wir die Linie, bis das Morgen uns gehört.


Strophe 5

ver.di pfeift zur Stille, der Takt der Städte stockt, Bus und Bahn und Tram, der Asphalt wirkt geschockt. Ein Land hält kurz den Atem, nur eines bleibt heraus, Friedenspflicht im Norden, sonst leere Gleise, leeres Haus. Sie fordern Ruh’ und Räume, kürzere Wege durch die Nacht, mehr Schutz für müde Knochen, bis die Arbeit leiser macht. Die Fernen rollen weiter, doch der Knoten sitzt noch fest, die Halle hallt nach Stimmen, bis man sie nicht mehr vergisst.

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Refrain 5

Wir leben auf Kante, Drähte singen im Wind, keine Zahlen auf den Lippen, nur das Donnern, das beginnt. Zwischen Akten und Asche, zwischen Neon und Nebelmeer, halten wir die Linie, bis das Morgen uns gehört.


Strophe 6

Am westlichen Rand des Lichts ziehen Namen wie ein Chor: Merkur, Venus, Jupiter, Saturn – und weiter noch davor. Uranus, Neptun flüstern, entlang der Ekliptik hell, manche fallen ins bloße Auge, andere heimlich, leis und schnell. Kurz nach dem letzten Glühen, auch morgen taucht es auf, der Himmel legt die Karten, wir halten sie im Lauf.

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Letzter Refrain

Wir leben auf Kante, doch über uns brennt Feuer, kein Zählen mehr von Narben, nur Schritte wird es teuer. Wenn Planeten sich reihen und die Nacht die Zähne fletscht, schreien wir gegen die Stille – bis der Morgen uns erweckt.

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