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16. März 2026
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Strophe 1 – Ukraine

Der Friedenstisch steht, doch Ort und Stunde müssen Gegner wählen, ein Bote aus Paris klopft beim Kreml an, kehrt mit Eis im Blick zurück. Ein Falke aus alten Tagen warnt vor einem Handel am Golf: Ukraine gegen Hilfe im Iranbrand, Macht für Schweigen. Vor Pokrowsk spannt sich ein Gegenschlag, Saporoschschja, Mirnograd beben, der Dnister schimmert schwarz, Moldau ruft Alarm. Kiew bietet Schilde gegen Drohnen im Wüstensand, tauscht Wissen gegen Technik und Atem für den Krieg.

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Refrain

Die Welt im Fieber, Sirenen im Wind, wir zählen keine Marken, wir zählen die Narben. Zwischen Funkfeuer und Flut bleibt nur dies: Halt die Linie, halt die Wahrheit, atme den Sturm.


Strophe 2 – Energiekrise

Die Engstelle im Meer steht still, Tanker warten wie stumme Wale, der Preis der Nacht springt über jede Schwelle, das Tanken brennt im Kopf. Förderkartelle drehen an Ventilen, jenseits des Atlantiks reißen Vorratskammern auf, Eskorten werden laut, die Märkte schreien, die Straßen ächzen. Ein Analyst zeigt gen Osten: gelockerte Fesseln, schweres Öl rollt reicher nach Moskau.

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Refrain

Die Welt im Fieber, Sirenen im Wind, wir zählen keine Marken, wir zählen die Narben. Zwischen Funkfeuer und Flut bleibt nur dies: Halt die Linie, halt die Wahrheit, atme den Sturm.


Strophe 3 – Habermas

Ein Denker schweigt in Starnberg, doch seine Sätze gehen weiter zur Arbeit. Vom Wandel der Öffentlichkeit, vom Sprechen, das uns bindet, hat er Feuer in Herzen und Hörsäle getragen. Frankfurt, Heidelberg, Berkeley – Spuren eines Lehrers, der Europa mahnte. Preise und Ehren verblassen: Er war ein Aufklärer gegen die Finsternis, und aus den Palästen der Politik neigt man den Kopf vor dem Licht.

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Refrain

Die Welt im Fieber, Sirenen im Wind, wir zählen keine Marken, wir zählen die Narben. Zwischen Funkfeuer und Flut bleibt nur dies: Halt die Linie, halt die Wahrheit, atme den Sturm.


Strophe 4 – Hessen

In Hessen schlagen Urnen im Takt: Schwarz vorn, Rot dahinter, Blau wächst, Grün verblasst. Am Main kippt die Reihenfolge, in Marburg wechselt die Krone, Wiesbaden nickt dem Sieger zu, Fulda hält mit Dellen. In Hanau kein Schlusspfiff: Bieri gegen Hemsley ums Rathausschloss, die Beteiligung höher als zuletzt, die Luft elektrisch.

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Refrain

Die Welt im Fieber, Sirenen im Wind, wir zählen keine Marken, wir zählen die Narben. Zwischen Funkfeuer und Flut bleibt nur dies: Halt die Linie, halt die Wahrheit, atme den Sturm.


Strophe 5 – Rheinland-Pfalz

Am Rhein bebt die Probe aufs Exempel: Schwarz hauchdünn vor Rot, ein Amtsinhaber zwischen Triumph und Sturz, die Partei am Scheideweg. Die Republik schaut hin, ein großer Stimmungstest nach Berlin, Umfragen flüstern knapp, das Echo zieht durch Reben und Werke.

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Refrain

Die Welt im Fieber, Sirenen im Wind, wir zählen keine Marken, wir zählen die Narben. Zwischen Funkfeuer und Flut bleibt nur dies: Halt die Linie, halt die Wahrheit, atme den Sturm.


Strophe 6 – Wirtschaft

Das ifo sendet Warnsignale: Kriegsrauch am Golf frisst die zarte Erholung, Energie drückt die Werke, Preise ritzen Kassen und Löhne. Die großen Nationen beratschlagen Notvorräte, während die Regierung mit neuen Regeln lockt: Abschreibungen leichter, Strom für Hallen gedeckelt gedacht, Steuern später runter – doch das Meer blockiert den Plan. Der Sommer der Jobs rutscht nach hinten, die Kälte bleibt im Portemonnaie, und wenn der Knoten im Wasser nicht weicht, reißt die Saite – wir sind der Schrei, der lauter ist als der Krieg.

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