Feuer am Horizont
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25. März 2026
Feuer am Horizont
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Liedtext & Quellen

Feuer am Horizont

Strophe 1

Ende des Winters, Sirenen in der Wüste singen. Jets reißen Narben in den Himmel über Isfahan. Menschen bluten in Tel Aviv, nicht vom Einschlag, vom Trümmerregen. In Washington ruft einer: Reden wir mit den Richtigen. Ein Premier schwört, der Gegner sei entwaffnet, entkernt. Seit Kriegsbeginn zerschlägt Amerika Ziel um Ziel, selbst auf See. Paris spricht mit Pezeshkian, will Brücken bauen. Am Nadelöhr von Hormus lockert sich die Faust – und bleibt doch fest.

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Refrain

Wir zählen keine Tage, wir zählen Narben und Mut. Zwischen Feuer und Funkstille halten wir uns fest. Wenn Worte schwerer wiegen als Tonnen von Blei, dann dreht die Welt, bis das Donnern vergeht.


Strophe 2

Südlich des Litani marschiert die Ankündigung vor der Tat. Die Hisbollah nennt es eine Frage der Existenz. Über dem Fluss klaffen Lücken, wo Brücken standen. Im Libanon tragen Mütter Namen wie schwere Steine. Getroffene Wohnungen, verwaiste Stationen, Sirenen ohne Schlaf. Am Golf rücken Verbündete leise Stühle an den Tisch des Krieges. Niemand weiß, wie tief der Schritt ins Nachbarland sinkt.

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Refrain

Wir zählen keine Tage, wir zählen Narben und Mut. Zwischen Feuer und Funkstille halten wir uns fest. Wenn Worte schwerer wiegen als Tonnen von Blei, dann dreht die Welt, bis das Donnern vergeht.


Strophe 3

Zuhause rechnet man: eine höhere Kasse für jeden Einkauf, dafür Entlastung beim Lohn oder bei den Beiträgen? Im Ministerium liegen Papiere, doch die Lippen sagen: Nein. Im Wahlkampf hieß es: Finger weg von neuen Lasten. Ein Ökonom nennt es sozial fatal – und erwartet es trotzdem. Auf den Straßen brodelt das Wort: gebrochene Versprechen.

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Strophe 4

An der Zapfsäule flackert die Anzeige wie ein Fiebertraum. Der Flaschenhals von Hormus drosselt die Welt. Gas schießt nach oben, der Diesel kennt kein Halten, hierzulande schneller als bei den Nachbarn. Berlin schärft das Kartellmesser und verordnet den Zapfsäulen nur noch einen Dreh an der Preisschraube – zur Mittagsstunde. Die Prognosen flüstern: Halber Schritt statt Aufbruch.

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Refrain

Wir zählen keine Tage, wir zählen Narben und Mut. Zwischen Feuer und Funkstille halten wir uns fest. Wenn Worte schwerer wiegen als Tonnen von Blei, dann dreht die Welt, bis das Donnern vergeht.


Strophe 5

In Kopenhagen bleibt Rot vorn und stolpert doch über die Geschichte. Die Chefin holt die Wahl vor, doch die Ernte ist mager. Partner verlieren, die alte Dreiermelodie trägt nicht mehr. Der Zentrist stellt die Waage auf den Tisch und lächelt. Reichensteuer, Grenzen, grünes Versprechen – alles auf einer Bühne. Die Regierungsbildung wird ein langes Lied im Moll.

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Strophe 6

In Berlin sagt der Präsident: Dieser Krieg bricht das Recht. Er warnt, die Freundschaft überm Atlantik nicht zu verbrennen. Das Land bleibt draußen, die Märkte drinnen in der Panik. Ein Außenmann misstraut dem Weißen Haus, findet Teheran klarer. Erratische Schritte lassen Nadeln zucken, und jeder Kurszettel atmet wie nach einem Sprint. Wer fängt zuerst den Sturzflug ab – das Wort oder das Geschütz?

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Refrain – Finale

Wir zählen keine Tage, wir zählen Narben und Mut. Zwischen Feuer und Funkstille halten wir uns fest. Wenn Worte schwerer wiegen als Tonnen von Blei, wer schreit zuerst: Stopp – bevor die Brücke reißt?

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