Drähte im Winterwind
Weltnachrichten: Rock Edition

Drähte im Winterwind

6:00
8. Januar 2026
Drähte im Winterwind
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Liedtext & Quellen

Drähte im Winterwind

Strophe 1 – Berlin im Dunkel

Kabel brannten in Lichterfelde, der Süden hielt den Atem an, die Stadt lag still, der längste Blackout seit dem Krieg begann. Die Vulkangruppe schrieb ihr Bekenntnis in die Nacht, der Generalbundesanwalt schaut auf Terror, scharf und sacht. Die Truppe kochte Suppe, öffnete Türen, gab den Frost nicht frei, doch eine Frau fiel stumm zu Boden, irgendwo schrie ein Schrei. Der Regierende schlug Bälle, als das Viertel ohne Stimme war, am Ende der Woche kam das Licht zurück – zu spät für manch ein Haar.

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Refrain

Wir stehen im Sturm, die Leitungen singen, Herz gegen Stahl, wer zieht die Schlingen? Kein Zählen von Zahlen, wir zählen die Narben, bis wieder Funken durch die Adern treiben. Halt mich, wenn die Städte frieren, wir lernen zu fallen, um aufzustehen.


Strophe 2 – Caracas im Griff

Stiefel hallten durch Caracas, der Palast verlor sein Paar, Maduro fortgeführt, die Fracht in fremden Händen, sonderbar. Kaum verklang der Rotor, griff ein Präsident nach Öl, die Übergangsriege liefert Fässer, schwer wie Schuld und Groll. Konzerne wollen bohren, rostige Felder neu entfachen, während Juristen sagen: Das bricht der Charta still die Knochen. Die Chefs wussten früh Bescheid, das Parlament nennt’s Lüge pur, der Blick geht über Grenzen weiter, bis hinüber nach den Andenflur.

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Refrain

Wir stehen im Sturm, die Leitungen singen, Herz gegen Stahl, wer zieht die Schlingen? Kein Zählen von Zahlen, wir zählen die Narben, bis wieder Funken durch die Adern treiben. Halt mich, wenn die Städte frieren, wir lernen zu fallen, um aufzustehen.


Strophe 3 – Paris, ein dünner Faden

In Paris die Willigen, Papier für fremde Stiefel, wenn’s einmal schweigt, ein Rahmen für den Frieden, der sich zwischen Fronten neigt. Ein Kanzler spricht von Hilfe, von NATO-Boden nah am Rand, ein Premier sieht eigene Soldaten, falls das Feuer Pause fand. Für die Staaten jenseits Meeres kommen Namen ohne Amt, und in Donezk, in Luhansk bleibt die Erde offen, unverbannt.

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Refrain

Wir stehen im Sturm, die Leitungen singen, Herz gegen Stahl, wer zieht die Schlingen? Kein Zählen von Zahlen, wir zählen die Narben, bis wieder Funken durch die Adern treiben. Halt mich, wenn die Städte frieren, wir lernen zu fallen, um aufzustehen.


Strophe 4 – Weißer Atem über Land

Ein Tief wuchtet heran, der Norden legt sich Schichten an, Ostwinde wie Sirenen schreien Gischt ans flache Land. Im Osten fällt als Glas der Regen, Straßen werden spiegelklar, die Bahn nimmt Züge aus dem Plan und sagt: Bleibt, wo ihr wart. Schulhöfe bleiben leer, im Berg das Weiß bis an die Knie, am Wochenende bricht die Kälte auf, so dunkel wie noch nie.

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Refrain

Wir stehen im Sturm, die Leitungen singen, Herz gegen Stahl, wer zieht die Schlingen? Kein Zählen von Zahlen, wir zählen die Narben, bis wieder Funken durch die Adern treiben. Halt mich, wenn die Städte frieren, wir lernen zu fallen, um aufzustehen.


Strophe 5 – Würzburg unter Neonlicht

Ein junger Mann im Schein der Presse, ein Gerichtssaal atmet schwer, Vorwürfe wie Blei im Aktenstapel, die Worte schneiden quer: Volksverhetzung, Geld als Fluss, der fremde Ufer kennt, ein verbotenes Lied bei Kerzenrauch, das durch die Jahre rennt. Ein Transfer Richtung Baltikum, er ruft: Das ist nur Politik! Doch mehrere Tage Wahrheitssuche schleifen Funken in den Blick.

Sources:


Refrain

Wir stehen im Sturm, die Leitungen singen, Herz gegen Stahl, wer zieht die Schlingen? Kein Zählen von Zahlen, wir zählen die Narben, bis wieder Funken durch die Adern treiben. Halt mich, wenn die Städte frieren, wir lernen zu fallen, um aufzustehen.


Strophe 6 – Rauch im Gedächtnis

An der Küste senkt man Fahnen, Stillstand für verbrannte Zeit, Palisades, Eaton – Namen wie Narben, die niemand überstreicht. Stadt an Stadt aus Asche, viele Leben fortgetragen, ein Jahr später spricht der Staat, und manche Tränen wagen zurück zu fließen, während Akten sagen: Einer zündete das Tal, doch keine Glocke weckt die, die fiel’n im Flammenmahl.

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Schlussrefrain

Wir stehen im Sturm, die Leitungen singen, Herz gegen Stahl, wer zieht die Schlingen? Kein Zählen von Zahlen, wir zählen die Narben, bis wieder Funken durch die Adern treiben. Halt mich, wenn die Städte frieren — und irgendwo knistert schon der nächste Draht.

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