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Nach Mitternacht am Rand der Funken
Weltnachrichten

Nach Mitternacht am Rand der Funken

4:36
2. Januar 2026
Nach Mitternacht am Rand der Funken
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Liedtext & Quellen

Nach Mitternacht am Rand der Funken

Strophe 1 (Iran)

Auf den Straßen im Iran wächst wieder der Mut, so groß wie seit Mahsa Aminis letztem Atem nicht mehr. Die Preise beißen, die Währung fällt wie Ruß, doch Pezeshkian sagt: Ich höre euch, auch wenn’s schwer. Aus Azna, aus Lordegan kommen dunkle Lieder, Trump droht von fern, Teheran warnt zurück. Zwischen Tränengas und Gebet fallen wieder Brüder, am Ende bleibt die Frage: Was rettet uns? Was drückt?

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Refrain

Zwischen Funken und Furcht, zwischen Hoffnung und Streit, spannt das neue Jahr ein dünnes Seil durch die Zeit. Wir halten uns fest, bis die Nacht von uns weicht, und fragen: Wer lenkt uns, wer bleibt?


Strophe 2 (Deutschland Silvester)

In Berlin zuckt der Himmel, doch unten brennt der Zorn, massig Festnahmen, Sirenen wie ein Chor. Zwei junge Leben reißen, selbstgebaut und verloren, ein Jugendlicher zahlt mit einer Hand, mit Haut und Ohr. In Neukölln und Moabit zielen Raketen auf die Retter, blaue Lichter taumeln, Geduld ist ein Brand. Die alte Debatte knistert wieder, lauter, härter: Soll die Stadt schweigen, wenn die Nacht eskaliert am Rand?

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Refrain

Zwischen Funken und Furcht, zwischen Hoffnung und Streit, spannt das neue Jahr ein dünnes Seil durch die Zeit. Wir halten uns fest, bis die Nacht von uns weicht, und fragen: Wer lenkt uns, wer bleibt?


Strophe 3 (Ukraine)

Er sagt: Fast fertig ist ein Papier für den Frieden, der kleine Rest entscheidet über Land und Leben. Berater kommen nach Kiew, dann Stäbe, dann die, die bereit sind, um Linien zu ziehen, um Worte zu heben. Ein Gerücht über Drohnen an Putins Gemäuer verfliegt, Kiew verneint, die Dienste auch, ein kalter Wind. Doch in der Neujahrsnacht jagen Schwärme durch das Licht, und irgendwo zählt man Treffer, bis die Motoren stiller sind.

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Refrain

Zwischen Funken und Furcht, zwischen Hoffnung und Streit, spannt das neue Jahr ein dünnes Seil durch die Zeit. Wir halten uns fest, bis die Nacht von uns weicht, und fragen: Wer lenkt uns, wer bleibt?


Strophe 4 (Indonesien)

Ein neues Gesetz tritt auf die Schatten der Zimmer, was privat war, wird plötzlich ein Vergehen. Wer liebt ohne Trauschein, riskiert Zelle und Flimmern, wer zusammen wohnt, soll nicht länger bestehen. Amnesty nennt es einen Schlag ins Gesicht, besonders für jene, die nicht heiraten dürfen. Alt-koloniale Zeilen weichen neuem Gewicht, doch Freiheit fällt leiser als die Paragrafen schürfen.

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Refrain

Zwischen Funken und Furcht, zwischen Hoffnung und Streit, spannt das neue Jahr ein dünnes Seil durch die Zeit. Wir halten uns fest, bis die Nacht von uns weicht, und fragen: Wer lenkt uns, wer bleibt?


Strophe 5 (Deutschland Gesetze)

Das Ticket wird teurer, der kleinste Lohn wächst, für Wege zur Arbeit gibt’s mehr pro Schritt. In Gaststuben sinkt die Steuer auf Speis und Text, eine Umlage verschwindet, der Atem wird mit. Minijobs dürfen mehr Luft holen im Monat, Post von der Truppe geht an junge Gesichter, für Frauen freiwillig, so steht es im Tonbach. Und im Sommer bekommt das Netz der Hilfe einen neuen Titel, nicht mehr, nicht weniger.

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Refrain – Finale

Zwischen Funken und Furcht, zwischen Hoffnung und Streit, spannt das neue Jahr ein dünnes Seil durch die Zeit. Wir halten uns fest, bis der Morgen entscheidet: Hebt jemand den Stift — und schreibt? Oder fällt er, ganz leise?

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