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Zwischen Gift, Gesetzen und Gesprächen
Weltnachrichten

Zwischen Gift, Gesetzen und Gesprächen

7:59
18. Februar 2026
Zwischen Gift, Gesetzen und Gesprächen
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Liedtext & Quellen

Zwischen Gift, Gesetzen und Gesprächen

Strophe 1

Jahre nach dem letzten Atem im kalten Arrest, tragen Labore ihr Schweigen nach München als Test. Epibatidin im Blut, Froschgift, schärfer als Trost, Deutschland, Britannien, Frankreich, Schweden, die Niederlande im Chor: Sie zeigen nach Moskau; die Witwe nennt den Präsidenten Mörder.

Sources:


Refrain

Zwischen Gift und Gebet, zwischen Vertrag und Gesetz, halten wir die Saiten gespannt, bis jemand sie setzt. Hoffnung ist spröde, doch klingt sie noch jetzt — wer hört, wer hält, wer schreibt den letzten Text?


Strophe 2

In Genf atmet ein Saal, schwer von Stahl und Papier, Kiew, Moskau und Washington suchen ein Türchen zur Tür. Der Weg der Gesandten gekrümmt, Deutschland verwehrte den Überflug, die Karten auf dem Tisch: der Donbass, ein wundes Gefüge. Sie sagen: Bald geht es weiter — doch die Stirn bleibt quer.

Sources:


Refrain

Zwischen Gift und Gebet, zwischen Vertrag und Gesetz, halten wir die Saiten gespannt, bis jemand sie setzt. Hoffnung ist spröde, doch klingt sie noch jetzt — wer hört, wer hält, wer schreibt den letzten Text?


Strophe 3

In Washington fällt ein Stempel, der die Luft einst bewacht, der Präsident nennt es Freiheit, an der Seite des EPA-Chefs Lee Zeldin. Das Siegel der Gefahr gelöst, der Grund vieler Gebote, ein früherer Amtsinhaber mahnt: So wächst nur die Not. Verbände spitzen die Federn, der Streit zieht vor Gericht.

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Refrain

Zwischen Gift und Gebet, zwischen Vertrag und Gesetz, halten wir die Saiten gespannt, bis jemand sie setzt. Hoffnung ist spröde, doch klingt sie noch jetzt — wer hört, wer hält, wer schreibt den letzten Text?


Strophe 4

In Hongkong klirrt ein Urteil wie Glas in der Nacht, die härteste Peitsche des Sicherheitsgesetzes kracht. Apple Daily verstummt; ein Rufer wird fortgetragen, UN-Stimme Volker Türk ruft: Lasst ihn frei, es ist Klagen. Doch weitere Stimmen verblassen, die Zelle zählt mehr.

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Refrain

Zwischen Gift und Gebet, zwischen Vertrag und Gesetz, halten wir die Saiten gespannt, bis jemand sie setzt. Hoffnung ist spröde, doch klingt sie noch jetzt — wer hört, wer hält, wer schreibt den letzten Text?


Strophe 5

Wieder Genf, diesmal Schatten zwischen Teheran und D. C., der Oman reicht leise die Brücke übers See. Indirekt fällt Wort auf Wort, ein Fenster im Beton, Teheran will, dass alle Sanktionen davon. Im Hintergrund rasselt Gerät, wie Donner ohne Licht.

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Refrain

Zwischen Gift und Gebet, zwischen Vertrag und Gesetz, halten wir die Saiten gespannt, bis jemand sie setzt. Hoffnung ist spröde, doch klingt sie noch jetzt — wer hört, wer hält, wer schreibt den letzten Text?


Strophe 6

In Brüssel flammt ein Verfahren, das Netze durchdringt, nach dem Gesetz über digitale Dienste, das Wellen schlägt und zwingt. Verbotene Waren im Schaufenster, süchtig gemachte Gesten, Algorithmen im Nebel, die Wege der Wesen. Die Firma nickt zur Prüfung, der Handel nennt’s Mut — und dann zuckt der Cursor der Welt: Hält das Raster? Tut’s gut?

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Refrain

Zwischen Gift und Gebet, zwischen Vertrag und Gesetz, halten wir die Saiten gespannt, bis jemand sie setzt. Hoffnung ist spröde — jetzt hält sie den Atem an: Wer zieht den Stecker — oder zündet das Licht?

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