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Vorübergehend regiert der Sturm
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Vorübergehend regiert der Sturm

4:45
6. Januar 2026
Vorübergehend regiert der Sturm
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Liedtext & Quellen

Vorübergehend regiert der Sturm

Strophe 1

Anfang des Jahres, über Caracas liegt Rauch, Spezialeinheiten greifen zu, ein Präsident geht auf einen fremden Flieger. Seine Partnerin an seiner Seite, ein Gericht fern der Heimat wartet, ein Mann in Washington verspricht Führung nur auf Zeit. In New York fallen schwere Worte, doch er spricht von Unschuld, daheim übernimmt die Vize, das Land hält den Atem an. Zivilisten sterben, auch Helfer aus der Ferne, Brüssel und Paris mahnen Recht, hierzulande Schilder gegen den Schlag.

Sources:


Refrain

Zwischen Recht und Macht, wenn Grenzen überfließ’n, regiert vorübergehend der Sturm die großen Visionen. Doch unter kalten Himmeln, in Straßen voller Müh’n, halten wir die Hände, bis die Winde ruh’n.


Strophe 2

Seit den letzten Dezembertagen füllt Unruhe die Plätze, die Münze fällt, die Preise beißen, der Zorn wird politisch. Von Westen bis Hauptstadt rufen Stimmen nach einem Ende der Angst, manche fallen, auch Kinder, viele werden fortgetragen. Der Präsident nennt den Schmerz der Leute beim Namen, der Generalsekretär der Welt bittet um das Recht, zusammenzustehen. Aus der Ferne droht ein weiterer Präsident mit mehr als Worten, und die Nacht in Teheran bleibt wach.

Sources:


Refrain

Zwischen Recht und Macht, wenn Grenzen überfließ’n, regiert vorübergehend der Sturm die großen Visionen. Doch unter kalten Himmeln, in Straßen voller Müh’n, halten wir die Hände, bis die Winde ruh’n.


Strophe 3

Am Teltowkanal frisst Feuer an Drähten, Lichterfelde wird still, der Südwesten ohne Strom, der Winter atmet kalt. Eine Gruppe nennt sich Vulkan und bekennt die Tat, der Bürgermeister sagt Terror, die Stadt ruft den großen Notfall aus. Hallen werden warm, Hotels öffnen Türen gegen Frost, Fernwärme stockt, und Zeugen sollen sprechen. Es ist die längste Schwärze seit dem Ende des Kriegs, und irgendwo klickt ein Schalter, doch es bleibt noch still.

Sources:


Refrain

Zwischen Recht und Macht, wenn Grenzen überfließ’n, regiert vorübergehend der Sturm die großen Visionen. Doch unter kalten Himmeln, in Straßen voller Müh’n, halten wir die Hände, bis die Winde ruh’n.


Strophe 4

Danach die Fragen, wie schützt man das Herz der Stadt, die Netze, die Brücken, das unsichtbare Blut der Tage? Eine Senatorin will härtere Linien gegen links, spricht von Verboten, von klarer Distanz. Der Rechnungshof sagt: Wir waren nicht bereit, zu wenige Hände, zu wenig Plan für die Krise. Fast alles liegt schon tief unter Erde, der letzte offene Faden soll gepanzert werden.

Sources:


Refrain

Zwischen Recht und Macht, wenn Grenzen überfließ’n, regiert vorübergehend der Sturm die großen Visionen. Doch unter kalten Himmeln, in Straßen voller Müh’n, halten wir die Hände, bis die Winde ruh’n.


Strophe 5

Und während die Welt schwankt, dreht der Kalender leise weiter: Der Lohn klettert, kleine Jobs dürfen mehr, das Ticket durchs Land kostet nun etwas höher. Für den Weg zur Arbeit wird die Regel einfacher, im Gas verschwindet eine Last, die Rechnung wird leichter. Der Freibetrag wächst, Arbeiten im Alter wird sanfter besteuert, Führerscheine aus späten Neunzigern müssen bald getauscht, und fern am Schwarzen Meer klingt ein neues Geld im Portemonnaie.

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Refrain

Zwischen Recht und Macht, wenn Grenzen überfließ’n, regiert vorübergehend der Sturm die großen Visionen. Und kurz vorm letzten Ton, da flackert irgendwo ein Licht — bleibt es an, bleibt es aus? Wir halten durch. Noch nicht.

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