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Straßen, Ströme, Stimmen
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Straßen, Ströme, Stimmen

4:15
16. März 2026
Straßen, Ströme, Stimmen
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Liedtext & Quellen

Straßen, Ströme, Stimmen

Strophe 1 – Ukraine, Verhandlungen und Verwundungen

Selenskyj sagt: Wir sind bereit zu reden – mit Moskau und Washington, Ort und Stunde sollen sie finden. Ein Gesandter aus Paris klopft im Kreml, doch der Rückweg trägt kein gutes Echo. Ein früherer Mann aus Trumps Kreis warnt vor einem Handel auf Kosten Kyjiws, bezahlt mit Hilfe im Iran-Streit. Rund um Pokrowsk, bei Saporischschja und Mirnograd schieben sich Linien, der Boden zittert. Ein Schlag auf das Dnister-Werk färbt den Fluss, in Moldau wird Umweltalarm gerufen. Kiew bietet den Golfstaaten Schirme gegen Drohnen, Wissen gegen Technik und Mittel; Fachleute sind schon unterwegs.

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Refrain

Kein Zählen mehr, nur Atem, der im Dunkeln glüht, wir halten uns an Sätze, bis der Morgen blüht. Zwischen Engpass und Hoffnung, im Pochen der Zeit, bleib bei mir und sprich: Wir wählen das Gespräch, nicht den Streit.


Strophe 2 – Straße von Hormus und der Preis der Stille

Die Meerenge ist wie verriegelt, Tanker warten, die See hält den Atem an. Öl springt nach oben, Gas zieht hinterher, die Welt rechnet neu. Die Förderländer drehen die Hähne weiter auf, in Washington werden Reserven geöffnet, selbst Eskorte steht im Raum. Ökonomen warnen: Energie wie Blei auf Wachstum, Preisen und Arbeit. Russland zählt Gewinne, gelockerte Zügel lassen teures Schwarzes fließen.

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Strophe 3 – Habermas, ein leiser Abschied

In Starnberg verstummt ein großer Denker. Die Theorie des kommunikativen Handelns brennt wie eine Kerze im Fenster. Vom Strukturwandel der Öffentlichkeit bis in Hörsäle von Heidelberg, Frankfurt, Berkeley trug er die Frage nach Vernunft. Europa nannte er ein Versprechen, Nationalismus einen Irrweg. Kanzler und Präsident verneigen sich: Ein Aufklärer geht, sein Echo bleibt.

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Refrain

Kein Zählen mehr, nur Atem, der im Dunkeln glüht, wir halten uns an Sätze, bis der Morgen blüht. Zwischen Engpass und Hoffnung, im Pochen der Zeit, bleib bei mir und sprich: Wir wählen das Gespräch, nicht den Streit.


Strophe 4 – Hessen, Zettel und Zeichen

In Hessen fällt der Vorhang: die Union vorn, die AfD legt stark zu, die Grünen verlieren, die SPD ringt. In Frankfurt bricht ein alter Vorsprung, in Marburg kippt die Fahne. Der Ministerpräsident nennt seine Partei die Kommunalpartei des Landes. In Hanau entscheidet eine Stichwahl, wer die Stadt führt.

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Strophe 5 – Rheinland-Pfalz, die knappe Kante

Am Rhein zieht ein Wahlsonntag herauf. Die Union liegt hauchdünn vor der SPD, die das Haus so lange hielt. Schweitzer steht zwischen Triumph und Absturz. Ganz Deutschland schaut hin: ein früher Stimmungstest nach der Wahl im Bund.

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Strophe 6 – Aufbruch unter Vorbehalt

Das ifo warnt: Die zarte Erholung zittert im Wind des Krieges. Energie verteuert Wege, Preise klettern, Arbeit sucht späteren Halt. Die großen Wirtschaftsmächte erwägen, gemeinsam die Deckel der Vorräte zu lüften. Berlin hat den Aufbruch skizziert: schnellere Abschreibungen, geplante Entlastung für Firmen in einigen Jahren, ein Preisdeckel für die Industrie. Doch das Meer vor Hormus hält die Hand am Dimmer. Und plötzlich flackert der Ticker: Ein neuer Verhandlungstisch wird gedeckt — wer sitzt zuerst?

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Refrain (Finale)

Kein Zählen mehr, nur Atem, der im Dunkeln glüht, wir halten uns an Sätze, bis der Morgen blüht. Zwischen Engpass und Hoffnung, im Pochen der Zeit, wer spricht als Erster? Dann wird es vielleicht weit.

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