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Zwischen Teherans Dunkel und Stimmen im Land
Weltnachrichten

Zwischen Teherans Dunkel und Stimmen im Land

3:55
30. März 2026
Zwischen Teherans Dunkel und Stimmen im Land
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Liedtext & Quellen

Zwischen Teherans Dunkel und Stimmen im Land

Strophe 1

Seit Wochen brennt der Himmel über Persiens Rand, Flüge aus Westen treffen Schaltkästen im Land. Teheran flackert, die Stadt hält den Atem an, im Norden weitet sich der Bodenkrieg im Libanon. Ein Reaktor trägt Wunden, die IAEA zählt die Risse, Juristen in Berlin nennen den Krieg ein falsches Wissen. Aus Washington weht Gerede von Stiefeln im Sand, ein Bote schickt Punkte des Friedens über Pakistan. In Islamabad suchen Minister nach einem Ende, in Istanbul tragen Schritte das Wort auf die Wände.

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Refrain

Wir zählen Atemzüge zwischen Sirenen und Benzin, halten das Herz still, bis irgendwo Lichter aufblüh’n. Zwischen Akten und Ankern, Verträgen und Wind, wer hält die Saite, wenn wir zu müde sind?


Strophe 2

In Berlin reicht der Kanzler die Hand einem Mann, dessen Name einst auf Steckbriefen stand. Sie sprechen von Heimwegen, von Baggern und Brot, von einem Syrien, das wieder aufsteht, nicht tot. Aus dem linken Eck ruft man: Das sei ein Verrat, die Kurden fordern Gericht statt dem roten Teppich im Staat. Der Termin lag auf Eis, als fern neue Schüsse begannen, jetzt sagt die Regierung: Stabilität sei nicht zu umspannen.

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Refrain

Wir zählen Atemzüge zwischen Sirenen und Benzin, halten das Herz still, bis irgendwo Lichter aufblüh’n. Zwischen Akten und Ankern, Verträgen und Wind, wer hält die Saite, wenn wir zu müde sind?


Strophe 3

Über Kiefern und Seen zieht Summen aus Ost, Drohnen verlieren den Faden, fallen wie Frost. Ein Jet schaut hinauf, doch drückt keinen Abzug, kein Mensch kommt zu Schaden in diesem Gefug. Helsinki nennt es ernst, vom Kompass her krumm, die Nadel verrückt durch ein Störsignal drum. Im Baltikum kannte man ähnliche Lieder, und irgendwo an der Küste fiel Feuer schon wieder.

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Refrain

Wir zählen Atemzüge zwischen Sirenen und Benzin, halten das Herz still, bis irgendwo Lichter aufblüh’n. Zwischen Akten und Ankern, Verträgen und Wind, wer hält die Saite, wenn wir zu müde sind?


Strophe 4

In Straßburg hebt sich die Hand für ein fernes Tor, Rückkehr auf Routen, die es so kaum gab zuvor. Man malt Lager aufs Ausland, Haftzeiten lang, Abschiebung auch dorthin, wo niemand je sang. Die Schlagzeilen tuscheln von merkwürdigen Bünden, von Worten, die plötzlich in fremden Papieren münden. Sippel nennt’s Tabu, Amnesty warnt vor Beton, doch das letzte Wort fehlt noch im großen Salon.

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Refrain

Wir zählen Atemzüge zwischen Sirenen und Benzin, halten das Herz still, bis irgendwo Lichter aufblüh’n. Zwischen Akten und Ankern, Verträgen und Wind, wer hält die Saite, wenn wir zu müde sind?


Strophe 5

Die schmale Gurgel am Rand des Golfs steht still, Tankschiffe drehen, als ob keiner mehr will. Reeder setzen den Stift unter Kriegsrisiko-Zoll, Seekarten flüstern: Die Lage ist voll. An Zapfsäulen knackt eine alte Erinnerung auf, wie damals, als Preise die Luft nahmen in Kauf. Experten sehen Wellen aus Stahl auf uns zu, aus Washington ruft einer: Fahrt weiter! – Nur: wohin und wozu?

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Refrain

Wir zählen Atemzüge zwischen Sirenen und Benzin, halten das Herz still, bis irgendwo Lichter aufblüh’n. Zwischen Akten und Ankern, Verträgen und Wind, wer hält die Saite, wenn wir zu müde sind?


Strophe 6

Am Rhein kippt die Farbe, ein Banner steigt auf, die alte Vorherrschaft nimmt leise den Hut und läuft. Ein Mann aus der Union zeichnet Linien im Sand, die Sozialen ringen um Führung und Stand. Die einen verfehlen den Sprung, die Grünen sind drin, die Stimmzettel raunen von Aufbruch und Sinn. Das Siegel kommt später, noch hält die Uhr an der Wand— und da knackt das Radio: Sondersendung. Wer führt uns durchs Land?

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