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Zollgewitter und Euphrat-Rauch
Weltnachrichten: Rock Edition

Zollgewitter und Euphrat-Rauch

4:00
January 19, 2026
Zollgewitter und Euphrat-Rauch
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Lyrics & Sources

Zollgewitter und Euphrat-Rauch

Strophe 1

Vom Eis der Arktis weht ein kalter Wind, ein Mann im Westen droht mit neuen Mauern aus Zoll. Mehrere NATO-Staaten, von Berlin bis Kopenhagen, hatten Späher im Weiß entsandt, nur Spuren im Schnee. Er will die Insel dem Sternenbanner einverleiben, doch Brüssel schwört, Dänemark und Grönland bleiben frei. Das Parlament friert den Handel ein, unbestimmt, und die Funkgeräte rauschen: Standhalten, nicht weichen.

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Refrain

Zwischen Zollgewitter und Euphrat-Rauch halten wir Atem, Herzen taub und auch laut. Wenn die Drähte glühen und das Eis nicht taut, singen wir gegen den Sturm, der über Grenzen faucht.


Strophe 2

Im Staub von Raqqa schweigt der Donner nicht, die Flaggen wechseln Hand an Staudamm und Feld. Die Übergangsmacht ruft Waffenruhe, schwer errungen, die Kämpfer ziehen östlich, fügen sich in Ministerien ein. Öl und Gas riechen nach Zukunft und nach Schuld, der Gesandte flüstert: ein Wendepunkt, vielleicht. Der Fluss trägt Trümmer und Versprechen zugleich, und überall zählen Mütter Narben statt Siege.

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Refrain

Zwischen Zollgewitter und Euphrat-Rauch halten wir Atem, Herzen taub und auch laut. Wenn die Drähte glühen und das Eis nicht taut, singen wir gegen den Sturm, der über Grenzen faucht.


Strophe 3

Europa dreht die Schrauben, doch noch nicht zu fest, ein Deal liegt auf Eis, die Seiten unberührt. Gegenzölle im Milliardenraunen, scharf wie Glas, und ein Werkzeug gegen Nötigung liegt bereit. Der Ratschef ruft zum Gipfel, Ende der Woche, auf langen Tischen zittern Karten und Klingen. Niemand will die erste Schramme, alle tragen Rüstung, und doch spricht jeder von Frieden mit gefletschten Zähnen.

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Strophe 4

Ein kleines Team im Polarlicht kam, sah, ging, Zivilmaschinen trugen sie zurück ins Grau. Auf Einladung gemessen: Gelände, Eis, Manöver, offiziell ist der Auftrag längst erfüllt. Gemeinsam verurteilt man Drohkulissen aus Übersee, stellt sich an Dänemarks Seite, an Grönlands Rand. Doch im Hintergrund knistern Funkcodes und Fragen: Wer bestimmt über Eis, wer über Händler und Meer?

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Refrain

Zwischen Zollgewitter und Euphrat-Rauch halten wir Atem, Herzen taub und auch laut. Wenn die Drähte glühen und das Eis nicht taut, singen wir gegen den Sturm, der über Grenzen faucht.


Strophe 5

In Berlin klingt Einigkeit wie Stahl im Takt, der Außenmann sagt: keine Lust auf neue Zölle. Der Vize warnt: Wir lassen uns nicht erpressen, der Kanzler zählt Verbündete, nicht Drohungen. Eine Erklärung aus Europa, scharf wie Winterluft, nennt die Gefahr beim Namen, schützt die Souveränität. Und irgendwo tickt die Uhr ohne Ziffern, bis Antworten zu Taten werden oder zu Rissen.

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Strophe 6

Ein Besuch in Berlin bleibt ungeschrieben, zu heiß der Sand am Fluss, zu laut der Marschtritt dort. Gespräche über Heimkehr und Aufbau warten im Flur, während vor den Toren Proteste Schilder heben. Die Namen der Mächtigen bleiben auf Listen, die der Vertriebenen in Koffern und Träumen. Die Stadt hält den Atem an — und wir auch — denn wenn die Türen wieder aufgehen, wird der Klang ein anderer sein.

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