Rauch nach Mitternacht
Weltnachrichten: Rock Edition

Rauch nach Mitternacht

4:55
January 2, 2026
Rauch nach Mitternacht
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Lyrics & Sources

Rauch nach Mitternacht

Strophe 1 – Iran

Teherans Straßen singen wieder, die Faust im offenen Licht, die lautesten Rufe seit Mahsa Aminis Namen Pflicht. Wirtschaft im Fieber, Preise brennen, die Währung stürzt so tief, Donald Trump droht von außen, Teheran faucht: Bleibt uns fern, bleibt brief. Pezeshkian sagt: Ich hör euch, euer Zorn ist nicht verkehrt, doch Blut auf Asphalt schreibt eine Wahrheit, die niemand mehr verklärt.

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Refrain

Zwischen Rauch und Regen schreit die Welt nach Licht, Freiheit, Würde, Frieden – wir geben nicht auf, wir brechen nicht. Wenn Sirenen singen und Drohnen kreisen, hält uns nur Gewicht, kein Funke allein – wir sind der laute Chor der Nacht, Gesicht an Gesicht.


Strophe 2 – Silvester in Deutschland

Der Himmel über Berlin spuckt Feuer, der Atem riecht nach Blei, Neukölln, Moabit: gezielte Schläge gegen Blaulicht, keiner frei. Teenager sterben am Eigenbau, bei Bielefeld bricht ein Herz, bei Rostock reißt ein Knall die Zukunft aus einer jungen Hand, so scherzlos der Schmerz. Feuerwehr im Dauertakt, Handschellen klirren im Staub, die Debatte um das Verbot flammt wieder, der Himmel bleibt laut.

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Refrain

Zwischen Rauch und Regen schreit die Welt nach Licht, Freiheit, Würde, Frieden – wir geben nicht auf, wir brechen nicht. Wenn Sirenen singen und Drohnen kreisen, hält uns nur Gewicht, kein Funke allein – wir sind der laute Chor der Nacht, Gesicht an Gesicht.


Strophe 3 – Ukraine

Selenskyj sagt: Der Pakt ist fast geschrieben, doch der Rest wiegt schwer, ein Hauch entscheidet über Frieden, über Zukunft, über Meer. Zu Jahresbeginn in Kiew: Berater aus vielen Ländern, EU und NATO dabei, danach die Generäle, dann die Willigen – Karten offen, nichts ist frei. Gerüchte über einen Palast und surrende Schatten: Kiew und CIA verneinen kalt, doch in der Neujahrsnacht zieht ein Drohnenschwarm übers Land, metallisch und alt.

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Refrain

Zwischen Rauch und Regen schreit die Welt nach Licht, Freiheit, Würde, Frieden – wir geben nicht auf, wir brechen nicht. Wenn Sirenen singen und Drohnen kreisen, hält uns nur Gewicht, kein Funke allein – wir sind der laute Chor der Nacht, Gesicht an Gesicht.


Strophe 4 – Indonesien

Weit im Inselreich schreibt das Gesetz ins Schlafzimmer hinein, wer ohne Trauschein liebt, riskiert Zelle, Stempel, Stein. Zusammenleben untersagt, Türen schlagen härter zu als je, Amnesty nennt es einen Schlag, ein Rückwärtsblatt im See. Besonders trifft es, wer nicht heiraten darf und dennoch liebt, ein neues Buch ersetzt Kolonialstaub – doch blättert, was nicht siegt.

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Refrain

Zwischen Rauch und Regen schreit die Welt nach Licht, Freiheit, Würde, Frieden – wir geben nicht auf, wir brechen nicht. Wenn Sirenen singen und Drohnen kreisen, hält uns nur Gewicht, kein Funke allein – wir sind der laute Chor der Nacht, Gesicht an Gesicht.


Strophe 5 – Deutschland: neue Regeln

Hierzulande dreht der Kalender, die Paragrafen rücken ein Stück, das Ticket für die Republik wird teurer, der Mindestlohn bringt Glück. Pendler bekommen mehr pro Weg, die Steuer auf Speisen sinkt, die Umlage fürs Gas verschwindet, der Minijob weiter winkt. Junge Frauen und Männer kriegen Post zur Tauglichkeit, für Frauen freiwillig der Gang, aus Bürgergeld wird Grundsicherung im Sommer – doch der Regelsatz bleibt lang gleichklang.

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Refrain – Finale

Zwischen Rauch und Regen schreit die Welt nach Licht, Freiheit, Würde, Frieden – wir geben nicht auf, wir brechen nicht. Die Becken schweigen – ein letzter Akkord hängt schwer und dicht: Heb die Faust, halt den Atem – jetzt kommt der Schnitt.

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