Kluft und Ketten
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February 14, 2026
Kluft und Ketten
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Lyrics & Sources

Kluft und Ketten

Strophe 1

Ein Zug hält an, ein Name brennt: Serkan Çalar. Berlin ruft zum Gipfel, die Schiene pocht vor Zorn. Bodycams an jeder Tür, mehr Schutz im Flur, der Notfallknopf wird lauter, die Gewerkschaft will zwei im Bord. Zu viele Fäuste in den Jahren, ein Verdächtiger sitzt fest. Ein Vater geht – und irgendwo flackert noch sein Rest.

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Refrain

Zwischen Sirenen und Sternen, wir atmen im Sturm, halten die Linie, doch reißen am Turm. Wir heben die Stimmen, bis Stahl wieder bebt, bis aus der Stille ein Morgen entsteht.


Strophe 2

Drüben reißt ein Federstrich das Fundament vom Tisch. Die EPA löscht das Siegel, das die Luft beschützt. Abgasregeln fallen, das Lenkrad dreht ins Nichts, Kalifornien klagt, die Straßen riechen nach Verzicht. Ein alter Präsident warnt, es wird kälter, stumpfer, krank – doch wer stoppt die Flut, wenn Recht die Schleusen sprang?

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Refrain

Zwischen Sirenen und Sternen, wir atmen im Sturm, halten die Linie, doch reißen am Turm. Wir heben die Stimmen, bis Stahl wieder bebt, bis aus der Stille ein Morgen entsteht.


Strophe 3

Im Bayerischen Hof klirrt Glas, die Welt rückt dicht. Der Kanzler spricht von Kluft und neuem Gleichgewicht, ein Pfeiler für Europa, Gewicht in jedem Schwur, die Truppe soll die stärkste sein – Beton in jeder Spur. Rubio nickt zur Brücke, Macron ruft Macht ins Feld, Lagarde zählt leise Takte für ein wachsendes Weltbild.

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Refrain

Zwischen Sirenen und Sternen, wir atmen im Sturm, halten die Linie, doch reißen am Turm. Wir heben die Stimmen, bis Stahl wieder bebt, bis aus der Stille ein Morgen entsteht.


Strophe 4

Ein Verleger in Ketten, ein Saal ohne Licht: Jimmy Lai bekommt die Zukunft zugemauert ins Gesicht. Sicherheitsgesetz als Hammer, die Druckerschwärze schweigt, die UN ruft nach Freiheit, ein kalter Wind verweigt. Menschenrechtler sagen: Zeit wird Gift im Blut, London und Washington klagen, Peking nennt es gut.

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Refrain

Zwischen Sirenen und Sternen, wir atmen im Sturm, halten die Linie, doch reißen am Turm. Wir heben die Stimmen, bis Stahl wieder bebt, bis aus der Stille ein Morgen entsteht.


Strophe 5

Dresden fasst die Hände, eine Kette um die Nacht, gegen Deutung als Waffe, gegen umgefärbte Schlacht. Der Rathauschef spricht leise, Coventry steht bei, die Glocken schlagen Wunden wach, doch halten Raum dabei. Zwischen Kerzen und Parolen, Widerspruch im Schritt, Erinnerung ist Gegenwehr – und geht doch mit.

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Refrain

Zwischen Sirenen und Sternen, wir atmen im Sturm, halten die Linie, doch reißen am Turm. Wir heben die Stimmen, bis Stahl wieder bebt, bis aus der Stille ein Morgen entsteht.


Strophe 6

In Potsdam knirschen Zähne über Lohn und Zeit. ver.di und dbb wollen mehr als Trost und Kleid. Die Länder bieten wenig, mit langer, zäher Spur, kein echtes Angebot, nur Nebel an der Uhr. Warnstreiks stehen schulterbreit, doch Hoffnung bleibt im Raum, ohne Schlichtung, ohne Netz – ein letzter Blick: Vertrau’n?

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Letzter Refrain

Zwischen Sirenen und Sternen, die Stadt hält den Ton, wir sind die Kante, das Echo, der Lohn. Die Saiten gespannt, das Finale bereit – wer dreht den Regler dieser Zeit?

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