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Roben, Sturmhelme und Frühling in den Fabriken
Weltnachrichten: Rock Edition

Roben, Sturmhelme und Frühling in den Fabriken

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February 22, 2026
Roben, Sturmhelme und Frühling in den Fabriken
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Lyrics & Sources

Roben, Sturmhelme und Frühling in den Fabriken

Strophe 1 – Supreme Court, Zölle, Macht

In schwarzen Roben fällt das Wort: Dein Notstand trägt die Zölle nicht. Das Recht, am Grenzpreis zu drehen, wohnt im Haus der vielen Stimmen. Zu weit gegangen, sagen sie, Kassen könnten aufbrechen wie Dämme. Er kontert trotzig: Dann suche ich andere Pfade, ein weltweiter Aufschlag, erst mild, dann schärfer, und alte Abkommen knirschen zwischen den Zähnen der Zeit.

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Refrain

Zwischen Roben und Sirenen, zwischen Schlagbaum und Verträgen, tanzt die Welt auf dünnem Eis, mit Stiefeln auf den Fugen. Kein Frieden, kein Finale, nur Funken auf den Gleisen. Halt dich fest, die Zukunft heult – die Nacht wird nicht mehr leise.


Strophe 2 – Seoul, Kriegsrecht, lebenslang

Seoul zählt Atemzüge, der Hammer fällt: Ein Ex-Präsident bleibt hinter Mauern. Die Ankläger wollten das Äußerste, doch der Strick schläft im Land seit Langem. Er rief das Kriegsrecht, Soldaten brachen Glas und Gänge, das Haus der Abgeordneten riss die Ketten in Eile. Er kann noch rufen nach Berufung, doch die Stadt kennt das Echo der Stiefel im Flur.

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Refrain

Zwischen Roben und Sirenen, zwischen Schlagbaum und Verträgen, tanzt die Welt auf dünnem Eis, mit Stiefeln auf den Fugen. Kein Frieden, kein Finale, nur Funken auf den Gleisen. Halt dich fest, die Zukunft heult – die Nacht wird nicht mehr leise.


Strophe 3 – Genf, getrennte Tische, zähe Hoffnung

Genf atmet kurz, dann schweigt der Saal. Zwei Flaggen, zwei Tische, getrennte Linien: Politik hier, Militär dort. Der Präsident nennt es schwer, die Gegenseite spielt auf Zeit. Trotzdem ein Nicken: Weiterreden, noch in diesem Winter. Washington drängt auf Stille vor dem Sommer, Europa lehnt an Türen und flüstert Rat in Pausen.

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Strophe 4 – Stuttgart, Parteitag, alte Akkorde

Stuttgart im Neon, Ordner, Fahnenspitzen. Der Kanzler hält das Banner, die Reihen geben breiten Rückhalt. Auch der Mann fürs Taktmaß bekommt Rückenwind. Gezählt wird auf Papier, aus Sorge vor Schatten im Netz. Adenauers Name schwingt wie ein alter Akkord, und Kinderhände sollen fern vom flimmernden Gift der Feeds. Der Marsch gen Südwest beginnt, Hagel im Schritt, die Halle klatscht.

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Refrain

Zwischen Roben und Sirenen, zwischen Schlagbaum und Verträgen, tanzt die Welt auf dünnem Eis, mit Stiefeln auf den Fugen. Kein Frieden, kein Finale, nur Funken auf den Gleisen. Halt dich fest, die Zukunft heult – die Nacht wird nicht mehr leise.


Strophe 5 – Aufschwung, Stahl, Sondertöpfe

Und irgendwo dröhnt Stahl wieder wie früher. Der Takt der Einkäufer schlägt über die Schwelle, endlich vorwärts. Ein Ökonom ruft: Hurra, die deutsche Industrie wächst wieder. Die Kurve hebt den Kopf, das erste Viertel lächelt sacht. Gezündet von Schuldenfeuern, Sondervermögen und Rüstungsbändern wacht die müde Maschine auf.

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Finaler Refrain – Spannungsende

Zwischen Urteilen und Aufschlägen, zwischen Helmen und Hymnen, kratzt Genf am Frieden, Stuttgart zählt Mandate, und Hallen singen vom Werk, das wieder atmet. Kein Frieden, kein Finale – nur Funken, grell und heiß. Heb die Gitarre wie ’ne Fackel: Die Welt kippt – und wir kippen sie, bevor der Morgen beißt.

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