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Blockierte Meere, brennende Preise, leise Vernunft
Weltnachrichten: Rock Edition

Blockierte Meere, brennende Preise, leise Vernunft

4:26
March 15, 2026
Blockierte Meere, brennende Preise, leise Vernunft
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Lyrics & Sources

Blockierte Meere, brennende Preise, leise Vernunft

Strophe 1 – Iran-Krieg, Straße von Hormus

Ende des Winters brennen Himmel, Bomben über Persiens Land, der alte Führer fällt, der Sohn hebt die Hand. Er ruft: Blockiert die Meerenge, lasst die Welt im Stau, durch Hormus schleichen Schattenflotten, Küsten werden grau. Drohnen, Raketen, kalter Stahl im Bauch der See, Minen treiben, Minenleger sacken in die Tiefe, oh weh. Jerusalem ruft: Es wird entschieden, bald und hart, drüben tönt ein früherer Präsident: Sieg! Und doch kein Pakt. Er schwört Eskorten auf das Wasser, bald, sehr bald, während aus Gaza eine Stimme mahnt: Bewahrt euch kalt. Und fern am Bab al‑Mandab, wo Huthis Wache steh’n, droht das zweite Nadelöhr, das Öl hört auf zu geh’n. Die Saiten knirschen: Das ist die größte Störung, die wir je geseh’n.

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Refrain

Wir fahren auf roten Anzeigen, der Asphalt frisst den Lohn, die Meere sind verriegelt, der Himmel schlägt Ton. Zwischen Drohnenlärm und Wahllokal, halt mich fest – jemand muss reden statt zu schrei’n, nochmal.


Strophe 2 – Spritpreise, Märkte am Limit

An der Zapfsäule knackt die Schwelle, über zwei, es brennt, Brent springt hoch, fällt nur ein Stück – der Puls, der kaum noch kennt. Die Hüter rufen: Nie war’s so verriegelt, nie so roh, Reserven fließen wie ein Dammbruch – und doch bleibt’s irgendwo. Verbraucherschützer fauchen: Viel zu schnell, viel zu viel, der Tank war noch voll mit altem, billigem Spiel. Die Ministerin prüft Ketten, doch keine Bremse naht, vielleicht nur einmal täglich drehen – ein dünner Draht. Und über allem schwingt die Warnung: Eine neue Preisschwelle droht, wenn Hormus dicht bleibt, färbt sich der Alltag rot.

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Strophe 3 – Klimabilanz, knapp im Ziel

Das Amt für unsere Atemluft legt nüchtern offen, still: Ziel erreicht, doch kaum Bewegung, viel fehlt uns zum Will’. Der Verkehr reißt tiefe Kerben, Gebä ude heizen zu viel, die Werke drosseln aus Flaute, kein nachhaltiger Stil. Das Ziel fürs Ende dieses Jahrzehnts? Nur mit neuem Mut, der Puffer fast verbraucht, die Rechnung bitter, nicht gut. Europa wird kassieren, wenn wir’s wieder reißen, die Regierung kündigt Pakete an – doch werden sie beißen?

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Refrain

Wir fahren auf roten Anzeigen, der Asphalt frisst den Lohn, die Meere sind verriegelt, der Himmel schlägt Ton. Zwischen Drohnenlärm und Wahllokal, halt mich fest – jemand muss reden statt zu schrei’n, nochmal.


Strophe 4 – Abschied von Jürgen Habermas

In Starnberg wird es leiser, ein großer Denker geht, die zweite Frankfurter Schule senkt die Stirn und steht. Er gab der Öffentlichkeit Struktur, dem Reden neues Licht, die Macht des Arguments statt Faust, statt starrem Pflichtbericht. Für Demokratie und Europa, für den offenen Streit, ein Friedenspreis im Herzen, noch im Alter war er breit. Ein Mammutwerk zum Schluss, ein Gipfel ohne Ruh’, der Bundespräsident verneigt sich, auch Kanzler, Länder – du. Die Kirche spricht Beileid, die Köpfe schau’n aufs Land: Wie laut der Krieg, wie still Vernunft aus seiner Hand.

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Strophe 5 – Rheinland‑Pfalz wählt

Am Rhein spannt sich die Nadel, die Nerven kurz vorm Riss, CDU und SPD im Lauf, wer nimmt den ersten Biss? Gordon gegen Alexander, die Ampel taumelt sacht, die Grünen, die Liberalen – wie viel tragen sie durch Nacht? Ein Seismograf fürs Superjahr, das Land hält an, horcht hin, wer führt die nächste Runde, wer setzt den neuen Sinn?

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Strophe 6 – Hessen zählt die Städte

In Hessen brummen Turnhallen, Papier raschelt wie ein Beat, in Hanau sucht ein neues Amt den Takt für diesen Street. Die Räte derer ohne Pass bekommen frische Stimm’, Bürgerentscheide flackern – Demokratie im Grimm. Das Kreuzen wird zur Fingerkunst, kumulieren, wild gemischt, am Abend erste Schatten, doch das Ganze bleibt verwischt. Die Stimmungslage Fieberglas, das Land am langen Draht – und irgendwo vor Hormus reiht sich eine Eskorte auf in Schwarz.

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Refrain – Finale

Wir fahren auf roten Anzeigen, der Asphalt frisst den Lohn, die Meere sind verriegelt, der Himmel schlägt Ton. Zwischen Drohnenlärm und Wahllokal, halt mich fest – heute reden wir, nicht einer schießt zuerst, ganz real.


Outro

Gitarren wie Sirenen, die Nacht hält kurz den Atem an – dann kippt der Schalter: Reden statt Raketen. Und das Volk fängt an.

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