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Eis, Öl und offene Enden
Weltnachrichten

Eis, Öl und offene Enden

3:40
January 12, 2026
Eis, Öl und offene Enden
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Lyrics & Sources

Eis, Öl und offene Enden

Vers 1

Zu Jahresbeginn rollen Motoren nach Venezuela, ein Name wie ein Schwur: Absolute Resolve. Maduro im Griff, die Kette führt nach New York, Anklage heißt Narco-Terror, die Welt hält die Luft an. Trump spricht von Verwaltung bis zum Übergang, die Hand am Hahn der Ölreserven, während Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin einspringt. Im Senat wächst der Plan, künftige Einsätze an Zustimmung zu knüpfen. Hierzuland nennt Merz die Lage komplex, und Klingbeil sagt leise, doch deutlich: sehr bedenklich.


Refrain 1

Zwischen Eis auf den Straßen und Feuer im Staat, flackert das Licht, wenn die Stunde naht. Wir halten die Hände an Drähte und Federn, und fragen im Chor: Wer lenkt uns gen Morgen?


Vers 2

Am Rand von Berlin frisst Feuer sich durch Stahl und Kabel, der längste Dunkelgang seit dem Krieg. Heizungen schweigen, Atem malt Wolken in Zimmern, eine Gruppe, die sich Vulkan nennt, bekennt sich zur Tat. Der Generalbundesanwalt spricht von Terror, die Bundeswehr leistet Amtshilfe mit Küchen und Strom. Und irgendwo trifft ein Ball den Schläger des Bürgermeisters, während die Stadt Millionenschaden zählt und wieder atmet.


Vers 3

Der Westen liegt unter Glas, Warnstufen wie Ampeln, die auf Vorsicht stehen. Nordrhein-Westfalen schaltet Klassen auf fern, Notbetreuung im Flur der Stille. In Niedersachsen bleiben viele Türen zu, Hannover, Oldenburg, Göttingen, Cuxhaven und mehr. Die Bahn stutzt den Fahrplan, doch ein Großteil rollt wieder. Zuvor trug Elli den Schnee in die Gassen und der Verkehr vergaß kurz das Vorwärts.


Refrain 2

Zwischen Eis auf den Straßen und Feuer im Staat, flackert das Licht, wenn die Stunde naht. Wir halten die Hände an Drähte und Federn, und fragen im Chor: Wer lenkt uns gen Morgen?


Vers 4

Jenseits des Atlantiks streicht ein Füller die Namen von Dutzenden Bündnissen durch. Ein Papier sagt: nicht im Interesse, die Parole klingt wie ein altes Echo: America First. Ein Land zieht die Fühler ein, als wären Verträge nur Häute, die man im nächsten Frühling nicht mehr braucht.


Vers 5

In den Bilanzen knirscht es wie Eis auf der Straße, Insolvenzen wachsen Richtung Krisenhöhe. Große Häuser kippen, nicht nur in einer Branche. Viele, die eben noch Chef hießen, tragen Kisten zum Ausgang, und es geht weiter, Etagen verschwinden, weil Sparen und Tempo wie Gebote klingen.


Vers 6

Im Kanzleramt kreisen Sätze in einem Brief, an Fraktionen, die einander selten zuhören. Die bisherigen Mittel reichen nicht, steht dort, es braucht Schnitte tief in die Strukturen, bessere Bedingungen, sofort und gründlich. Kritiker flüstern: der Blick nach Osten war zu lang, hier drinnen wurde es kalt. Bevor das Eis wieder bricht und die Drähte erneut brennen— wer greift zuerst zum Schalter?


Refrain 3

Zwischen Eis auf den Straßen und Feuer im Staat, flackert das Licht, wenn die Stunde naht. Wir halten die Hände an Drähte und Federn, und zählen den Herzschlag: Wird Morgen noch warten?

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