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Zwischen Gift und Gebet: Lieder von Kälte, Mut und Morgen
Weltnachrichten

Zwischen Gift und Gebet: Lieder von Kälte, Mut und Morgen

7:59
February 16, 2026
Zwischen Gift und Gebet: Lieder von Kälte, Mut und Morgen
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Lyrics & Sources

Zwischen Gift und Gebet: Lieder von Kälte, Mut und Morgen

Strophe 1

In München tagt die Welt im Fieber der Geschichte, so viele Stimmen, schwer und hell zugleich. Ein Kanzler spricht von Gräben überm Atlantik, ein Gast aus Washington legt Balsam auf den Teich. Paris und London nicken, doch die Wolken bleiben, der Hüter des Bündnisses warnt vor atomarem Alleingang.

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Refrain

Wir singen gegen die Nacht, halten einander wach — bis aus der Stille ein Morgen erwacht.


Strophe 2

Am Rand der Hallen flüstert ein hartes Wort: Vergiftung. Mehrere Regierungen zeigen auf ein Froschgift, kalt wie Stein, ein Atemräuber, stärker als die Tröstung jedes Morphiums — Proben erzählen, was Körper nicht verschweigen. Die Witwe nennt den Kremlherrn beim Namen, die Hüter des Chemiewaffenrechts werden gerufen, Moskau sagt: Propaganda.

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Refrain

Wir singen gegen die Nacht, halten einander wach — bis aus der Stille ein Morgen erwacht.


Strophe 3

Vor den Türen wächst ein Meer aus Tüchern und Stimmen, die Theresienwiese wird zu einem Herz für Iran. Ein Prinz ohne Thron ruft zum Tag der Weltgemeinschaft, er spricht von einer Stunde gefährlicher Tiefe. Ein Publizist klagt den Missbrauch des Glaubens an, daheim werden Aufstände blutig erstickt — drüben trauern Städte mit.

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Refrain

Wir singen gegen die Nacht, halten einander wach — bis aus der Stille ein Morgen erwacht.


Strophe 4

Zwischen Dünen und Seen wandern Verhandler mit brennenden Mappen, von Abu Dhabi nach Genf, Hoffnung im Handgepäck. Gefangene sollen heim, zum ersten Mal seit langer Stille, doch Karten bleiben rot, der Donbass als Pfand. Aus Moskau kommt die Formel von den „richtigen Entscheidungen“, während Raketen nach Atem jagen, bei eisiger Kälte.

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Refrain

Wir singen gegen die Nacht, halten einander wach — bis aus der Stille ein Morgen erwacht.


Strophe 5

In Hongkong fällt ein Urteil wie ein Winter ohne Ende, gegen einen Alten der Zeitungen und des Mutes. Man nennt es Komplott mit fernen Kräften, aufrührerisches Papier, und sperrt ihn, als reiche ein Leben nicht zum Abbüßen. Wächter der Rechte sprechen von einem stillen Todesurteil, der Westen verlangt Freilassung, Peking nennt es Einmischung.

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Refrain

Wir singen gegen die Nacht, halten einander wach — bis aus der Stille ein Morgen erwacht.


Strophe 6

Jenseits des Ozeans wird eine Zeile Wissenschaft getilgt, die sagte: Diese Gase schneiden in unsere Lungen. Der Hüter der Umwelt nennt es größten Befreiungsschlag, die Fesseln für Motoren fallen von den Straßen. Klagen rollen an, ein Küstenstaat wetzt eigene Regeln, Paris liegt hinter der Tür, der Wind hält den Atem an. Und jetzt? Wenn Luft zur Ware wird und Zeit zur Schuld — wer dreht den Sturm zurück: wir, oder der Sturm uns?

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Refrain (Schluss)

Wir singen gegen die Nacht, halten einander wach — bis aus dem Dunkel unser Morgen erwacht.

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