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Konfetti im kalten Wind
Weltnachrichten

Konfetti im kalten Wind

4:00
February 17, 2026
Konfetti im kalten Wind
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Lyrics & Sources

Konfetti im kalten Wind

Strophe 1

Mitte Februar, im Bayerischen Hof, schwere Luft. Merz sagt: Die Ordnung der Regeln ist fort. Europa braucht ein Programm der Freiheit, ruft er, und schmiedet Pläne: die Bundeswehr zur stärksten Europas, doch ohne Atomschein. Noch nie so viele Mächtige unter einem Dach, horchen hinein.

Sources:


Refrain 1

Zwischen Sturm und Straßenfest sucht Europa seine Stimme. Keiner singt den Refrain für uns, wir tragen ihn von innen. Aus Sorge wird Zusammenhalt, aus Kälte wird ein Anfang.


Strophe 2

Ein Gast aus Washington preist das Vertraute, erzählt von Wurzeln, die drüben wie hier. Er sagt: Wir wollen ein starkes Europa, doch folgt dem Kurs des Präsidenten. Er verspottet den Klimasinn als Kult, und Ovationen entfachen sofort Kritik im Raum.

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Strophe 3

Gen Norden eilt ein Wächterruf der NATO, Arctic Sentry kreist um grüne Insel aus Eis. Weil Drohungen nach Annexion hallen, ziehen Schiffe und Vögel aus Stahl ihre Kreise. Berlin, Paris, Stockholm stehen an Dänemarks Seite, und Lawrow droht mit Gegenmaßnahmen im Gleichschritt der Zeit.

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Refrain 2

Zwischen Sturm und Straßenfest sucht Europa seine Stimme. Keiner singt den Refrain für uns, wir tragen ihn von innen. Aus Sorge wird Zusammenhalt, aus Kälte wird ein Anfang.


Strophe 4

Rosenmontag: Köln, Düsseldorf, Mainz im Takt, Spottwagen tanzen mit Trump, Putin, Merz und der AfD. Die Straße wird Bühne, das Lachen ein Pakt, und über allem: die Putin-Motive von Jacques Tilly, die Blicke bündeln wie Scheinwerfer im Nebel, wenn Narretei zur Nachricht wird.

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Strophe 5

Tilly trotzt Verfahren aus Moskau, zeigt noch mehr, Putin im Ring mit dem Hoppeditz, der Narr als Speer. Er wird verfolgt wegen Spott auf Staatsgewalt, doch antwortet mit Pappmaché und scharfem Halt. Wüst nennt den Angriff auf Satire verfehlt, am Rhein andernorts bleibt Putins Antlitz verhüllt.

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Refrain 3

Zwischen Sturm und Straßenfest sucht Europa seine Stimme. Keiner singt den Refrain für uns, wir tragen ihn von innen. Aus Sorge wird Zusammenhalt, aus Kälte wird ein Anfang.


Strophe 6

In München wächst die Frage nach dem Schirm, Frankreich lädt zum Reden, Merz sagt: Wir sind dabei. Europa will nicht länger nur auf Amerika bau’n. Denkbar, dass französische Sprengkraft bei Partnern ruht: in Deutschland, in Polen, im baltischen Raum. Der Preis wäre gewaltig, und Pistorius warnt vor doppeltem Zaun.

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Schluss

Und jetzt, am Rand von Nordlicht und Narrenkappe, halten wir den Atem an: Wird der neue Schirm Schatten oder Schutz? Die Antwort fällt nicht von oben. Sie klingt in uns – wenn wir das Lied der Freiheit wirklich meinen, heut Nacht.

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