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Zwischen Funken und Finsternis
Weltnachrichten

Zwischen Funken und Finsternis

6:15
March 22, 2026
Zwischen Funken und Finsternis
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Lyrics & Sources

Zwischen Funken und Finsternis

Strophe 1 – Natans

Unter Bergen aus Beton bebt Natans im Staub der Nacht, kein Strahlenleck gemeldet, doch die Angst wird niemals sacht. Die Hüter der Atomkraft mahnen leise über Funk, Grossi ruft zur Vorsicht, während Jets die Stille schluckt. Washington will Waffenpläne stoppen, sagt, es sei zum Schutz, Jerusalem nennt Raketen Irans tiefsten Lebensputz. Teheran schwört, keine Bomben, schickt als Antwort grelles Licht nach Dimona – viele fallen, und der Tag hält stand und bricht.

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Refrain

Wir zählen keine Zahlen mehr, nur Atemzüge bis zum Morgen, der Himmel schreibt mit Feuer, die Städte schreiben Sorgen. Die Welt hält den Atem an, doch keiner hält die Zeit, wir suchen hinter Schlagzeilen ein Stückchen Wirklichkeit.


Strophe 2 – Diego Garcia

Fern im warmen Ozean, wo Lagunen leise ziehn, zielt Teherans Metall auf eine Insel, die wir selten sehen. Weiter als gedacht, sagt jeder, eine Klinge über See, ein Pfeil versagt im Fluge, einer fällt im Abwehrweh. Die Schiffe sprechen Eisenwort, das Weiße Haus noch stumm, die Fachleut’ staunen Reichweiten, das Spiel wird groß und krumm. Und Stimmen aus London nennen’s Drohung, klar wie Glas, als wollte jemand zeigen: Die Landkarte wird anders, blass.

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Refrain

Wir zählen keine Zahlen mehr, nur Atemzüge bis zum Morgen, der Himmel schreibt mit Feuer, die Städte schreiben Sorgen. Die Welt hält den Atem an, doch keiner hält die Zeit, wir suchen hinter Schlagzeilen ein Stückchen Wirklichkeit.


Strophe 3 – EU-Gipfel

In Brüssel ringt Europa, doch ein Veto bleibt wie Eis, ein Kredit für Kyjiw hängt an Öl und alter Preis. Merz nennt’s grobe Illoyalität, droht Schnitte im Vertrag, von der Leyen sagt: Wir finden Wege, komme, was auch mag. Der Rat ruft es in Mikrofone: Widerstand ist nicht okay, die meisten unterschreiben, doch zwei Länder sagen: Nee. Und daheim in Budapest mischt ein Wahlkampf Karte um, Magyar atmet Orban Nacken, die Kulisse bleibt nicht stumm.

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Refrain

Wir zählen keine Zahlen mehr, nur Atemzüge bis zum Morgen, der Himmel schreibt mit Feuer, die Städte schreiben Sorgen. Die Welt hält den Atem an, doch keiner hält die Zeit, wir suchen hinter Schlagzeilen ein Stückchen Wirklichkeit.


Strophe 4 – Energie und Preise

Die Meerenge bei Hormus hält die Adern dieser Welt, ein großer Teil des Öls bleibt stecken, was den Alltag teuer stellt. An der Zapfsäule brennt die Anzeige, Gas schnellt wie ein Speer, Flüge werden Luxusluft, der Winter atmet schwer. Das Institut der Wirtschaft zählt Verluste im Milliardenmeer, Chemie und Felder stöhnen, der Ofen frisst noch mehr. Ein Schatten namens Teuerung hebt wieder leis den Kopf, und mancher kleine Laden senkt die Lichter viel zu oft.

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Refrain

Wir zählen keine Zahlen mehr, nur Atemzüge bis zum Morgen, der Himmel schreibt mit Feuer, die Städte schreiben Sorgen. Die Welt hält den Atem an, doch keiner hält die Zeit, wir suchen hinter Schlagzeilen ein Stückchen Wirklichkeit.


Strophe 5 – Rheinland-Pfalz

Am Rhein und an der Mosel schaukelt leise das Gewicht, zwei Farben ringen um die Spitze, eng wie im Gedicht. Die Ampel will bewahren, Schuldenabbau ruft die Gegenseit’, Kommunen zählen Kassenlöcher, fordern Atem, fordern Zeit. Die Sender tragen Stimmen heim, die Boxen warm und klar, vorläufig liegt Rot knapp vorn, doch nichts ist wirklich wahr, bis Ämter Siegel setzen, bis das Land sich neu erfindet – ein Bundesland als Spiegelbild, das seine Mitte findet.

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Refrain

Wir zählen keine Zahlen mehr, nur Atemzüge bis zum Morgen, der Himmel schreibt mit Feuer, die Städte schreiben Sorgen. Die Welt hält den Atem an, doch keiner hält die Zeit, wir suchen hinter Schlagzeilen ein Stückchen Wirklichkeit.


Strophe 6 – Ukraine

Selenskyj hebt den Hörer, sagt: Es gäb da leise Töne aus Amerika, vielleicht Gespräche, zarte, neue Söhne. Doch Hilfe bleibt in Brüssel stecken, Knoten, hart und rau, an der Front verlegt man Kräfte, ändert Ziel und Schau: Nicht nur Stahl, auch Hände treffen, Augen, Wege, Nachschubstraßen, während tief im Hinterland die Öfen Funken blasen. Raffinerien, Fabriken heulen, die Nacht wird wieder bleich – und irgendwo hebt jemand ab. Es klingelt. Keiner spricht.

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Refrain (Schluss)

Wir zählen keine Zahlen mehr, nur Atemzüge bis zum Morgen, der Himmel schreibt mit Feuer, die Städte schreiben Sorgen. Wenn Worte Frieden finden, hält vielleicht die Zeit – bis dahin sucht im Dunkeln die Hand nach Wirklichkeit.

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