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Zwischen Meerenge und Morgenlicht
Weltnachrichten

Zwischen Meerenge und Morgenlicht

4:56
March 27, 2026
Zwischen Meerenge und Morgenlicht
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Lyrics & Sources

Zwischen Meerenge und Morgenlicht

Strophe 1

Seit spätem Winter brennen die Karten: Washington und Jerusalem gegen Teheran. Der Präsident dehnt sein Ultimatum bis Ostermontag, wenn die Straße sich öffnet. Ein paar Tanker huschen durch, sogar unter fernen Flaggen. Teheran sagt: Wir reden nicht. Islamabad trägt Zettel über die Grenze. Aus Kommandoräumen zählen sie Treffer wie Sand, Fabriken verstummen, und Jerusalem fliegt weiter bis zum Pessachfest.

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Refrain

Wir treiben zwischen Meerenge und Morgenlicht, die Welt hält den Atem an, die Nerven sind gespannt, halt meine Hand, solange das Rauschen uns umgibt.


Strophe 2

Kisten, gedacht für die Steppe, rollen nun in den Wüstensand. Selenskyj spricht von leeren Kassen und schimpft über Schlupflöcher fürs russische Öl. Rutte wiegt die Stimme: Die Hände der Verbündeten bleiben ausgestreckt. Melnyk warnt vor Drohnen aus geteilten Werkstätten, die Zeitung raunt von Lieferungen, der Kreml zischt: Lüge.

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Refrain

Wir treiben zwischen Meerenge und Morgenlicht, die Welt hält den Atem an, die Nerven sind gespannt, halt meine Hand, solange das Rauschen uns umgibt.


Strophe 3

Im Kreml sagen sie: Bei Land und Linien rührt sich nichts, doch die Leitung bleibt warm. Ein Bericht aus Übersee wird als Fiktion abgetan. Ein anderer fordert ganze Landschaften für Moskau, Kiew antwortet: niemals. Und tief im Himmel über Rumänien taumelt Metall und fällt.

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Refrain

Wir treiben zwischen Meerenge und Morgenlicht, die Welt hält den Atem an, die Nerven sind gespannt, halt meine Hand, solange das Rauschen uns umgibt.


Strophe 4

In Kirischi lodert Stahl, die große Raffinerie trifft es im Morgengrauen. Ein Dreifachschlag an der kalten Küste: erst ein Hafen, dann noch einer, dann das Herz aus Rohöl. Ein großer Teil der Ausfuhren stockt, die Schattenflotte spürt Hände an der Reling. Britische Befehle erlauben das Entern, Frankreich pfeift einen Tanker aus dem Verkehr.

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Refrain

Wir treiben zwischen Meerenge und Morgenlicht, die Welt hält den Atem an, die Nerven sind gespannt, halt meine Hand, solange das Rauschen uns umgibt.


Strophe 5

Hierzulande schwappt die Zapfsäule über, der Diesel brennt im Portemonnaie. Der Bundestag bindet die Preistafeln: nur einmal zur Mittagsstunde dürfen sie klettern, wer trickst, zahlt kräftig, die Hüter des Wettbewerbs schauen schärfer hin. Der Kanzler winkt bei der Steuer auf Übergewinne ab, denkt an Entlastung für lange Wege.

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Refrain

Wir treiben zwischen Meerenge und Morgenlicht, die Welt hält den Atem an, die Nerven sind gespannt, halt meine Hand, solange das Rauschen uns umgibt.


Strophe 6

Die Hüterin des Euro warnt: Die Leitungen der Welt bleiben länger wund, der Schock sitzt tiefer. Generalstäbler aus vielen Ländern zeichnen Wege, die Meerenge zu öffnen. Deutschland, Frankreich, Britannien, Italien, die Niederlande, Japan: Tinte unter Worten. Und während sie trocknet, blinzeln wir zum Horizont — ist das der Konvoi, der das Schweigen bricht, oder der Sturm, der die Lichter löscht?

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Refrain (Schluss)

Wir treiben zwischen Meerenge und Morgenlicht, die Welt hält den Atem an, die Nerven sind gespannt, halt meine Hand — bis endlich jemand den ersten Schritt wagt.

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