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Zwischen Strom und Sturm, Öl und Erinnerung
Weltnachrichten

Zwischen Strom und Sturm, Öl und Erinnerung

4:22
January 8, 2026
Zwischen Strom und Sturm, Öl und Erinnerung
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Lyrics & Sources

Zwischen Strom und Sturm, Öl und Erinnerung

Strophe 1 – Berlin

Ein Kabelsteg in Flammen, Lichterfelde ohne Licht, der längste Dunkelblick seit Kriegsende im Gesicht. Die Vulkangruppe bekennt sich, die Stadt hält den Atem an, der Generalbundesanwalt ermittelt, ob Terror dahinter stand. Die Truppe kocht Suppe, öffnet Betten für die Nacht, nach Tagen kam das Leuchten, doch eine Seele ging sacht, und der Bürgermeister spielte Tennis, als die Stadt erwachte.

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Refrain

Wir zählen keine Zahlen, wir zählen nur die Narben, zwischen Sturm und Stahl und stillen Straßenlaternen. Halt meine Hand, bis die Sirenen schweigen lernen.


Strophe 2 – Caracas

Ein Präsident aus dem Palast, im Flug ins fremde Land, sein Schatten bleibt in Caracas, sein Name in fremder Hand. Große Mengen Öl versprochen, Verträge auf dem Tisch, Konzerne riechen Morgenluft, der Kongress fühlt sich täuschungsfrisch. Juristen sagen Völkerrecht, das Wort klingt rau und hohl, und einer flüstert nebenbei: Vielleicht noch mehr, vielleicht Kolumbien wohl.

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Refrain

Wir zählen keine Zahlen, wir zählen nur die Narben, zwischen Sturm und Stahl und stillen Straßenlaternen. Halt meine Hand, bis die Sirenen schweigen lernen.


Strophe 3 – Paris

In einer Stadt der Lichter wächst ein Bündnis ohne Schlaf, für einen Waffenstillstand, falls er kommt, ein leiser Pfad. Frankreich, Briten, Kiew setzen Tinte unter Sinn, viele Länder nicken, Rutte und Selenskyj mittendrin. Berlin sagt: Wir helfen nah der Grenze, nicht hinein, London spricht vom Boden dort, wenn Schweigen möglich ist zu sein, und Namen aus Amerika hören zu, während Grenzen offen bleiben im Donbass-Stein.

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Refrain

Wir zählen keine Zahlen, wir zählen nur die Narben, zwischen Sturm und Stahl und stillen Straßenlaternen. Halt meine Hand, bis die Sirenen schweigen lernen.


Strophe 4 – Wettersturz

Ein Freitag riecht nach Schnee, der Ostwind schneidet scharf, die Küsten hören Heulen, der Norden türmt die Garb. Im Süden fällt gefrorner Regen, Glas auf kaltem Stein, die Bahn fährt seltener und rät: Bleibt heut daheim. Im Bergland wächst die Stille, der Atem wird zu Glas, Schulen bleiben dunkel, und die Nacht wird eisig blass.

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Refrain

Wir zählen keine Zahlen, wir zählen nur die Narben, zwischen Sturm und Stahl und stillen Straßenlaternen. Halt meine Hand, bis die Sirenen schweigen lernen.


Strophe 5 – Würzburg

Ein junger Mann vor Richtern, die Liste lange, schwer, von Hetze bis zu Geld und Druck, und noch ein Vorwurf mehr. Ein Lied aus dunklen Kreisen auf einer Feier laut, ein Transfer Richtung Baltikum, auf Sand gebaut. Er ruft: Das sei politisch, unschuldig sei sein Schritt, doch Tage werden angesetzt, und Wahrheit geht zu dritt.

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Refrain

Wir zählen keine Zahlen, wir zählen nur die Narben, zwischen Sturm und Stahl und stillen Straßenlaternen. Halt meine Hand, bis die Sirenen schweigen lernen.


Strophe 6 – Los Angeles

Ein Jahr nach rotem Himmel wehen Flaggen halb im Wind, Palisades und Eaton flüstern: Wo die Funken waren, sind nur Asche, leere Parzellen, Gesichter, die man nennt. Ein Mann in Fesseln später, doch die Stadt bleibt ausgebrannt. Und über all den Straßenschluchten steht ein stilles Gelübde: Nie wieder ohne Wachen, wenn das Trockene uns prüfte.

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Refrain – Coda

Wir zählen keine Zahlen, wir zählen nur die Narben, zwischen Sturm und Stahl und stillen Straßenlaternen. Halt meine Hand – bevor die nächste Nacht uns fragt, wem wir noch glauben lernen.

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