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Zwischen Sturm und Stille
Weltnachrichten

Zwischen Sturm und Stille

5:06
March 31, 2026
Zwischen Sturm und Stille
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Lyrics & Sources

Zwischen Sturm und Stille

Strophe 1

Ende Februar brüllte der Löwe, die Furie tobte im Gleichklang, ein Führer fiel im Nachtlicht, der Sohn trat wortlos an. Südlich lodern Fabrikfeuer, Sirenen über Be’er Scheva, die IAEA flüstert: Chondab ist verstummt. Ein Tankflugzeug verlor den Himmel, im Libanon zählen Mütter schweigend die Toten, der Rat der Welt tagt in Eile um gefallene Blauhelme. Ein Ultimatum schnürt Hormus, ein paar Tanker atmen kurz. Ein Senator schwört: ohne Stiefel, nur noch Wochen. Und Teheran denkt laut an den letzten Vertrag.

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Refrain

Wir singen zwischen Sirenen und Versprechen, zwischen blockierten Meeren und offenen Händen, zwischen Bilanz und Bekenntnis, Herz und Kalkül. Halt mich, Welt, bis das Morgen nicht mehr brennt.


Strophe 2

Ein Gast im Bellevue, die Flaggen hängen kühl, der Kanzler spricht von Heimwegen, von einer großen Mehrheit, Taskforce, Reisepläne, Baustellen in Damaskus: Energie, Ziegel, Stahl und Räderwerksgesang. Der Gast sagt: alles ist gigantisch zerstört, doch Neuanfang möglich. Doch Schatten gehen mit: Al-Nusra, HTS, der alte Schwur an Al-Qaida, ein hohes Kopfgeld in der Erinnerung. Zwischen Pfiffen und Jubel reibt sich Berlin die Seele wund.

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Refrain

Wir singen zwischen Sirenen und Versprechen, zwischen blockierten Meeren und offenen Händen, zwischen Bilanz und Bekenntnis, Herz und Kalkül. Halt mich, Welt, bis das Morgen nicht mehr brennt.


Strophe 3

Im Osten schlägt Metall in Kramatorsk, ein Kind verstummt, der Präsident sagt: die große Welle brach an unseren Ufern, doch Donezk grollt weiter, Artillerie wie Donner ohne Regen. Drohnen küssen kalte Piers, Ust-Luga hustet Öl, am Verhandlungstisch stockt das Wort: Garantien gegen Rückzug – ein Nein, hart wie Winterglas. Moskau ruft nach Druck aus Übersee, Helsinki warnt: Der Iran verschlingt das Scheinwerferlicht. Die Union gießt Geld in Rüstung, zu Ostern vielleicht ein Atemzug – nicht mehr.

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Refrain

Wir singen zwischen Sirenen und Versprechen, zwischen blockierten Meeren und offenen Händen, zwischen Bilanz und Bekenntnis, Herz und Kalkül. Halt mich, Welt, bis das Morgen nicht mehr brennt.


Strophe 4

Hormus schweigt, die Weltpumpe stolpert, das schwarze Fass klettert so steil wie noch nie in einem Monat. Die Hüter der Reserven brechen das größte Siegel, an Zapfsäulen brennt der Alltag, die Heizung seufzt im Hinterhof. Teuerung kriecht durch Markt und Magen, Brot wird schwer, Busse stöhnen, Analysten nennen es die härteste Dürre seit den Siebzigern.

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Refrain

Wir singen zwischen Sirenen und Versprechen, zwischen blockierten Meeren und offenen Händen, zwischen Bilanz und Bekenntnis, Herz und Kalkül. Halt mich, Welt, bis das Morgen nicht mehr brennt.


Strophe 5

Im Ministerium zählt ein Gremium die Lücken, malt Sparpfade: Mitversichern streichen, Zuzahlungen heben, Laster verteuern, Zucker mit Preis und Warnung. Kassen nicken, Arbeitgeber lächeln, Ärzte warnen vor stillen Wartezimmern, verlorenen Terminen, Sozialverbände fragen: Wer trägt die Last? Die Ministerin sagt: Nichts von vornherein verbieten, ein Gesetz soll bald die Bühne betreten, Anfang des übernächsten Jahres.

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Strophe 6

An den Börsen fallen Wochen wie Blätter, die längste Flaute seit Jahren, Tech taumelt, doch in Zürich hält ein Lebensmittelriese die Lampe hoch. Das Schwankungsbarometer bleibt heiser, Energie treibt die Teuerung, der Euro scheut den Franken. Ein dauerhafter Ölschub fräst ein Stück aus dem Weltwachstum, und irgendwo fragt ein Kind: Wer zählt den Gewinn der Stille?

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Refrain (Finale)

Wir singen zwischen Sirenen und Versprechen, zwischen blockierten Meeren und offenen Händen, zwischen Bilanz und Bekenntnis, Herz und Kalkül. Wenn das Meer wieder atmet, treffen wir uns an Hormus – und zählen nicht die Fässer, sondern Namen.

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